Metas „Project Phoenix“-MR-Headset ist vor dem Connect ins Netz geleakt

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  • 11 Sep, 2026
Metas „Project Phoenix“-MR-Headset ist vor dem Connect ins Netz geleakt

Offenbar sind Bilder von Metas Mixed-Reality-Headset „Project Phoenix“ geleakt – noch vor der erwarteten Vorstellung auf dem Connect Ende dieses Monats. Der bekannte Leaker Luna hat in der Quest Horizon OS ein Video entdeckt, das die Korrektionsgläser des Headsets zeigt: Sie werden zusammen mit Metas offiziellem Brillenglas-Anbieter Zenni Optical herausgebracht. Zugleich ist es der erste klare Blick auf Phoenix seit dem Leak eines Einrichtungsvideos im Juli; die Aufnahmen sind zwar absichtlich unscharf, zeigen aber unverkennbar Metas kommendes schlankes und leichtes eigenständiges Headset.

Die neuen Bilder zeigen, dass Phoenix sowohl seitwärts als auch nach unten gerichtete Sensoren besitzt – an der Außenfläche und an der Unterseite des Bügels. Der Zweck der nach unten gerichteten Sensoren ist noch unklar, auch wenn einige vermuten, dass sie für Gesichtstracking genutzt werden könnten. Wie bereits im Juli zu sehen war, verfügt das Headset außerdem über eine unabhängige Brillenglas-Abstandseinstellung, austauschbare Nasenauflagen für individuellen Komfort sowie integriertes Hand- und Augentracking, was eindeutig sowohl auf nach vorne gerichtete Sensoren als auch auf nahe am Auge verbaute Sensoren hindeutet.

Bereitgestellt von Luna
Bereitgestellt von Luna

Eine weitere Bestätigung liefert das Design selbst: Phoenix hat weiterhin keinen offiziellen Namen, Preis und Veröffentlichungstermin, aber die Bilder bestätigen, dass es sich um die nächste Generation nach der Quest 3/3S handelt. Das Headset nutzt ein hybrides Layout mit einem Profil, das einer normalen Brille nahekommt: Die Rechenleistung ist in eine Einheit ausgelagert, die per Kabel angeschlossen wird und noch nicht gezeigt wurde. In einem Bild gegen Ende des Videos ist zu sehen, wie das Verbindungskabel vom linken Bügel wegführt; der QR-Code ist offenbar eine Attrappe.

Bereitgestellt von Luna
Bereitgestellt von Luna

Connect startet am 23.–24. September 2026. Phoenix erhält möglicherweise kein „Quest 4“-Label, da Meta sich von den Metaverse-Ambitionen und vom spielorientierten Verbrauchersegment hin zu Prosumern und Unternehmenskunden bewegt. Das Unternehmen hat interne XR-Spielestudios geschlossen, laufende AAA-VR-Spiele abgesagt und Reality Labs auf tragbare KI-Geräte ausgerichtet, darunter Meta Glasses. Selbst mit möglicher Unterstützung der Touch-Controller, die Zugriff auf die VR-Bibliothek der Quest ermöglicht, wirkt Phoenix wie eine universelle Rechenplattform, die mit der Apple Vision Pro konkurrieren soll.

Bereitgestellt von Luna
Bereitgestellt von Luna

In der Praxis zielt Phoenix offenbar darauf ab, die Reibung für XR-Nutzer zu reduzieren, die herkömmliche Monitore ersetzen, und das zu einem Preis deutlich über der Quest 3S. Wahrscheinlich wird Meta auch Entwickler ansprechen, die das Headset als Entwicklungskit für Augmented-Reality-Anwendungen nutzen wollen, da erwartet wird, dass Phoenix jedem dedizierten AR-Gerät von Meta vorauseilt.