Quest-3-Update schaltet Bildwiederholrate von bis zu 240 Hz frei

  • PublicPublic
  • 31 Aug, 2026
Quest-3-Update schaltet Bildwiederholrate von bis zu 240 Hz frei

Meta hat für die Quest 3 das Update Horizon OS 2.7 veröffentlicht, das die Bildwiederholrate des Headsets spürbar anhebt: Das Display liefert nun 207 Hz für normale Nutzer und 240 Hz im Entwicklermodus. Verantwortlich dafür ist die neue Funktion „Extended Refresh Rates“, die eine höhere Ausgabe des Panels freischaltet. Das Update gilt nur für die Quest 3, nicht für die Quest 3S und auch nicht für die Quest 2. In der Quest 3S steckt ein anderes Panel, dessen Obergrenze 120 Hz beträgt, weshalb ihr dieser Frequenzspielraum nicht zuteilwird.

Für die meisten nativen Anwendungen ist der praktische Nutzen begrenzt. Seit die Quest 2 im April 2021 experimentelle Unterstützung für hohe Bildwiederholraten erhalten hat, stehen 120 Hz zur Verfügung, doch selbst heute nutzen nur wenige Anwendungen diesen Spielraum wirklich aus. Native Quest-Titel werden selten auf solch hohe Bildraten optimiert, sodass die zusätzlichen Hertz nicht allen einen gleichmäßigen Gewinn bringen. Zudem erfordern 240 Hz den Entwicklermodus und eine Bildskalierung: Die an das Panel gesendete Auflösung wird verringert und anschließend wieder hochskaliert. Die Obergrenze bei voller Auflösung liegt bei 207 Hz.

Die Maker-Tools haben ihre eigenen Einschränkungen. Das Application Spacewarp von Quest, mit dem Entwickler die FPS mithilfe synthetisch erzeugter Frames verdoppeln können, funktioniert bei höheren Bildraten nicht gut mit dem SoC der Quest 3. Für gewöhnlich kommt es mit der Extrapolation über 120 FPS hinaus nicht zurecht, geschweige denn mit 207 FPS, sodass dieser gängige Weg zu mehr Bildern pro Sekunde vorerst faktisch versperrt ist.

Beim PC-VR-Streaming hingegen ist der Fortschritt bereits sichtbar. Der Virtual-Desktop-Entwickler Guy Godin hat Unterstützung für 144 FPS in die App eingebaut — sie überträgt den Bildschirm eines Computers oder spielt PC-VR-Spiele drahtlos ab. Allerdings haben die Videodecoder über 144 FPS hinaus zu kämpfen, und Godin merkt an, dass höhere Bildraten für die Quest 3 wohl eher unwahrscheinlich sind.

Im weiteren Kontext wirkt alles so, als hätte die Hardware von Anfang an mehr gekonnt, sei aber verschlossen gehalten worden. Während sich Valve der Ankündigung von Preis und Erscheinungsdatum des eigenständigen Headsets Steam Frame nähert, scheint Meta zeigen zu wollen, wozu sein 600-Dollar-Gerät fähig ist — gegen einen Konkurrenten, der voraussichtlich über tausend Dollar kosten und im experimentellen Modus nur bis zu 144 Hz unterstützen wird.