Meta Virtual Display hat Eingabeweiterleitung und Windows-Parität auf macOS gebracht
Public- 09 Sep, 2026

Die Remote-Computing-Funktion für Quest-Headsets heißt jetzt offiziell Virtual Display — die Umbenennung ist in Horizon OS 2.7 dokumentiert, das in der Woche vom 17. August ausgerollt wurde. Die App, die zuvor als Remote Desktop bekannt war, wird automatisch auf Quest-Headsets installiert und unterstützt Windows- und Mac-Computer mit bis zu drei großen virtuellen Bildschirmen. Der neue Name spiegelt auch wider, dass Computer nicht mehr die einzigen Geräte sind, die die Funktion anzeigen kann: Die HDMI-Link-Funktion wurde integriert, sodass Konsolen, Handhelds und Telefone über eine kompatible HDMI-zu-USB-C-Capture-Lösung auf einem großen virtuellen Bildschirm erscheinen. Die Unterstützung der eigenständigen HDMI-Link-App wird irgendwann eingestellt.

Die auffälligste Änderung ist die Eingabeweiterleitung, die jetzt sowohl unter Windows als auch unter macOS verfügbar ist. Früher funktionierte das Remote-Display-System im Wesentlichen einseitig: Man sah den Computer in Quest, konnte ihn aber nicht steuern. Das hat sich geändert: Auf beiden Plattformen steuert der Quest-Eingang jetzt den verbundenen Computer. Auf dem Mac bewegen die Touch-Controller den Cursor und klicken innerhalb von Virtual Display durch macOS, und Windows-Nutzer erhalten dieselbe Weiterleitung zur Steuerung ihres PCs. Eine Einschränkung bleibt bestehen — die eigene Maus oder das Trackpad des Computers wird nicht zu einem allgemeinen Quest-Systemzeiger, und der Cursor kann sich nicht über den virtuellen Bildschirm hinaus bewegen, um die Menüs und Panels von Horizon OS zu steuern.

Der macOS-Client hat beim Verbindungsablauf und bei den Displayformaten ebenfalls zu Windows aufgeschlossen. Blickt man jetzt direkt auf einen physischen Mac, erscheint im Passthrough-Modus eine schwebende Schaltfläche „Connect to view in headset“, mit der man eine Sitzung starten kann, ohne die App zu öffnen und den Computer manuell auszuwählen. Meta hat diese Schnellverbindungsmethode für Windows 11 erstmals Ende 2024 eingeführt. Nach der Verbindung bietet macOS dieselben Kernformate, die zuvor unter Windows erschienen sind — Portrait, Compact, Wide und Ultrawide — sowie die Einstellungen Larger text, Default und More space zur Steuerung, wie viel des Desktops in das virtuelle Display passt.

Getestet wurde der Client Meta Quest Virtual Display Version 104.0.0.1.109. Auf einem MacBook Air mit M2 funktionierte alles gut, und ein 27-Zoll-5K-iMac von 2017 mit Intel Core i7 unter macOS Ventura verband sich erfolgreich mit derselben Schnellverbindungs-Aufforderung — auf diesem Gerät hatte die ältere Remote-Desktop-App über ein Jahr lang nicht funktioniert. Ein MacBook Pro von 2017 mit Intel Core i5 führte Virtual Display ebenfalls aus, obwohl die Schnellverbindungs-Aufforderung auf diesem Gerät nicht erschien — das zeigt, dass ältere Intel-Macs weiterhin unterstützt werden, die Funktionen aber je nach Modell variieren können. Windows 11 und macOS verwenden weiterhin unterschiedliche Verbindungssoftware — Microsoft Mixed Reality Link gegenüber Meta Quest Virtual Display —, aber das Kern-Erlebnis ist jetzt weitgehend abgestimmt.